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Mikroplastik in Kosmetikprodukten hat keine Zukunft


Mikroplastik in Kosmetikprodukten

Die neue EU-Verordnung zum Einsatz von Mikroplastik markiert einen entscheidenden Schritt für die Kosmetikbranche. Schritt für Schritt werden bewusst zugesetzte Kunststoffpartikel aus Produkten verbannt, die täglich auf Haut und Haar aufgetragen werden.


Ziel ist es, die Umweltbelastung zu reduzieren und die Gesundheit von Mensch und Natur zu schützen.



Mikroplastik in Kosmetikprodukten – ein unterschätztes Problem


Mikroplastikpartikel sind winzige Kunststofffragmente, kleiner als fünf Millimeter, die in zahlreichen kosmetischen Formulierungen für Textur, Glanz oder Stabilität eingesetzt wurden. Besonders in Peelings, Shampoos oder dekorativer Kosmetik spielten sie lange eine funktionale Rolle.


Diese Partikel bauen sich nicht ab und gelangen über Abwasser in Flüsse, Meere und Böden. Dort reichern sie Schadstoffe an, werden von Tieren aufgenommen und gelangen über die Nahrungskette zurück zu Menschen.


Studien haben Mikroplastik bereits in Trinkwasser, Honig und sogar im menschlichen Blut nachgewiesen. Der Verzicht auf diese Partikel stellt daher einen zentralen Schritt hin zu verantwortungsvoller und zukunftsfähiger Kosmetik dar.



Ziele und Stufen der EU-Verordnung


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Die Verordnung ist Teil der europäischen REACH-Gesetzgebung und verbietet Mikroplastik, das bewusst Produkten zugesetzt wird und beim Gebrauch freigesetzt werden kann. Zusätzlich schaffen Melde- und Kennzeichnungspflichten mehr Transparenz.


Der Ausstieg erfolgt in mehreren Etappen:


  • Seit Oktober 2023: Verbot von nicht abbaubaren Mikroperlen, losem Glitter und vergleichbaren Produkten

  • Bis Oktober 2027: Abwaschbare Produkte wie Peelings, Shampoos, Duschgele und Conditioner müssen ohne Mikroplastikpartikel formuliert werden

  • Bis Oktober 2029: Leave-on-Produkte wie Cremes, Seren, Sonnenschutz sowie dekorative Kosmetik dürfen keine nicht abbaubaren Mikroplastikpartikel mehr enthalten

  • Bis Oktober 2035: Komplexe Produktgruppen wie Lippenstifte, Lipgloss, Nagellack oder Glitter-Make-up erhalten längere Übergangsfristen

  • Bis spätestens 2031: Duftkapseln in Parfümsystemen müssen auf biologisch abbaubare Varianten umgestellt werden


Die gestaffelten Fristen ermöglichen die Entwicklung funktionaler Ersatzstoffe, die denselben Nutzen bieten und zugleich biologisch abbaubar sind.



Alternative Inhaltsstoffe und technologische Lösungen


Für viele Anwendungen stehen heute bereits geeignete Alternativen zur Verfügung. Dazu gehören:

  • Cellulosepartikel aus pflanzlichen Fasern

  • Mineralische Silica

  • Zucker oder Salz als Schleifkörper in Peelings

  • Biobasierte, biologisch abbaubare Polymere


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Diese Alternativen erfüllen nicht nur dieselben Funktionen wie Mikroplastik, sondern verbessern häufig auch die Hautverträglichkeit, Sensorik und Nachhaltigkeit der Produkte.




Erkennungsmerkmale mikroplastikfreier Produkte


Eine zuverlässige Orientierung bietet die INCI-Liste. Hinweise auf Mikroplastik sind unter anderem:

  • Polyethylene

  • Polypropylene

  • Acrylates Copolymer

  • Polyacrylate

  • Polystyrene (PS)

  • PMMA (Polymethylmethacrylate)


Zusätzlich helfen freiwillige Kennzeichnungen, Nachhaltigkeitssiegel und eine transparente Kommunikation der Hersteller.



Fazit


Der Ausstieg aus Mikroplastik stellt einen bedeutenden Fortschritt für die gesamte Kosmetikbranche dar. Die neuen gesetzlichen Vorgaben fördern Entwicklungen, die sowohl umweltfreundliche als auch leistungsstarke Formulierungen ermöglichen.

Nachhaltige Alternativen, moderne Wirkstofftechnologien und verbesserte Herstellungsprozesse zeigen, dass Qualität und Verantwortung miteinander vereinbar sind.


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Bereits seit 2018 verzichtet das DermoConcept vollständig auf Mikroplastik. Bei der Herstellung wird nicht nur auf umweltfreundliche und schonende Prozesse geachtet, sondern ebenso auf optimale Verträglichkeit und maximale Wirksamkeit auf der Haut. Dieser Ansatz verbindet Nachhaltigkeit, Innovation und professionelle Hautpflege zu einem ganzheitlichen, zukunftsorientierten Konzept.


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